Digitale Lehre im MeCuM - Wegweiser für Lehrende

2. Kurzanleitungen

2.3. Moodle für EinsteigerInnen

Ein Moodlekurs ist im Prinzip eine geschlossene Webseite mit Möglichkeiten der Information, Kommunikation und Kollaboration. Sie entscheiden, wer darauf Zugriff erhält. Ein Moodlekurs kann daher den Rahmen für unterschiedliche Arten von Lehrveranstaltung schaffen und auch in Kombination mit synchronen Lehrveranstaltungen genutzt werden. Externe Systeme oder Datenbanken wie Casus oder AMBOSS können integriert werden.
Im Folgenden beschreiben wir Ihnen wie Sie Schritt für Schritt Moodle für die eigene Lehre nutzen können.

Sollten Sie noch nicht mit Moodle gearbeitet haben, empfehlen wir Ihnen sich einen kurzen Überblick über den Aufbau von Med.Moodle zu verschaffen.

Schritt 1: Kurskonzept

Moodle kann für die unterschiedlichsten Lehrformen und Methoden eingesetzt werden. Natürlich können Sie auch erst einmal damit beginnen "nur" PDFs oder Videos hoch zu laden. Wir empfehlen Ihnen, jedoch sich gleich konkretere Gedanken zu machen, wie Sie die Möglichkeiten der digitalen Lehre für Ihre Veranstaltung gewinnbringend nutzen können. Hierbei gibt es verschiedene Varianten bei denen Präsenz-  (virtuell oder analog) und Onlinelehre kombiniert werden können.
Mehr zur Konzeption von digitalen Lehrveranstaltungen, können Sie im Selbstlernkurs für Lehrende - Erfolgreich online lehren erfahren. Oder in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Schritt 2: Kurs anlegen

Wenn Sie ein grobes Konzept für Ihre Lehrveranstaltung entwickelt haben, können Sie einen eigenen Moodlekurs beantragen, oder in Absprache mit Kolleg*innen in einen bestehenden Kurs integrieren.

Schritt 3: Kurs gestalten

Die Kursgestaltung umfasst viele Aspekte. Je nachdem welches didaktische Konzept Sie für Ihren Kurs umsetzen wollen, reicht eine einfache Kursgestaltung oder eine komplexe. Die wichtigsten Einstiegsinfos haben wir hier für Sie zusammengestellt.  Darüber hinaus unterstützen wir Sie gern persönlich.

Technischer Umgang zur Kursgestaltung
Die Grundfunktionen zur Gestaltung eines Moodlekurses, d.h. Einstellen von Inhalten wie PDFs uvm. wird Ihnen in diesem Moodlebuch im Dozierendenbereich anhand von kurzen Screenscasts erklärt.
TIPP für Einsteiger: Wir empfehlen Ihnen die Standardeinstellung "Themenformat" beizubehalten und alle wichtigen Informationen und Inhalte im Kurs zu hinterlegen. Wagen Sie sich dann mit der Zeit an weitere Themen wie "Voraussetzungen" oder "Kursabschluss".

Studierende orientieren

Unabhängig von einer Einführung in Präsenz, sollten Sie den Moodle-Kurs nutzen, um die wichtigsten Rahmenbedingungen sowie aktuelle Informationen für die Teilnehmenden darzustellen. Je besser Sie Ihre Studierenden orientieren, desto eigenständiger können diese arbeiten und desto weniger Rückfragen gibt es.

Bitte orientieren Sie an folgenden Leitfragen (bitte aufklappen)
  • Wie lautet das Thema der Lehrveranstaltung?
  • Wer sind die AnsprechpartnerInnen, an wen kann man sich bei Fragen wenden? Wie soll kommuniziert werden (E-Mail, Forum, in Präsenz ?)
  • Was sind die Lernziele der Lehrveranstaltung? (Machen Sie deutlich, welche Inhalte die Studierenden nach Abschluss der Lehrveranstaltung verinnerlicht haben sollen.)
  • Gibt es wichtige Termine oder Eckdaten (z.B. Termin eines Webinars, einer Präsenzveranstaltung, Abgabetermine für eine Aufgabe, usw.)
  • Wie sollen die Kursinhalte von den Studierenden bearbeitet werden? Gehen Sie nicht davon aus, dass es selbsterklärend ist (z.B.: Sollen die Inhalte nacheinander angeschaut werden? Soll Rückmeldung im Forum gegeben werden?).

Nutzen Sie hierfür den obersten Abschnitt in Ihrem Moodlekurs oder binden Sie eine zusätzliche Textseite mit den o.g. Informationen ein.

Kommunikation

Ein wichtiger Teil der Lehre ist die Kommunikation, Moderation und Begleitung Ihrer Studierenden. Je nach Lehrform (Präsenzlehre, Blended-Learning, reine Online Lehre) sollten Sie hierbei unterschiedlich vorgehen.

Schritt 4: Methoden umsetzen

Anhand Ihres Kurskonzepts, können Sie verschiedene Methoden und Tools einsetzen um ihre Studierenden zu aktivieren, Wissen zu vermitteln, Verarbeitung und Überprüfung anzuregen.

Für Interessierte und Fortgeschrittene empfehlen wir unseren Selbstlernkurs für Lehrende "Erfolgreich online lehren". Dort haben wir die einsetzbaren digitalen Methoden auf das AVIVA Schema angewandt.

Für Einsteiger erklären wir hier zwei typische Varianten:

Moodlekurs als Ergänzung zur Präsenz

Wird der Moodlekurs lediglich begleitend zur Präsenz genutzt, so wird das Präsenzmaterial wie z.B. Präsentationen und Bilder online geteilt und der Kurs zur Kommunikation (z.B. über Forum) und Organisation (z.B. Ankündigungsforum, Informationsseiten) genutzt. Diese einfache Variante ist für viele Dozierende ein Einstieg in die technische Nutzung digitalen Lehrsystemen.

Moodlekurs für asynchrone Phasen (z.B. Inverted Classroom)

Erfolgen wichtige Teile der Wissensvermittlung, Verarbeitung und Auswertung rein online, sollten diese gut gestaltet und begleitet werden.

Mehr zu Formen der asynchronen Lehre und Inverted Classroom erfahren Sie im Selbstlernkurs für Lehrende - Erfolgreich online lehren oder in einem persönlichen Beratungsgespräch.
 
Asynchrone Phasen bestehen häufig aus Teilen der Wissensvermittlung sowie Teilen der Wissensverarbeitung/auswertung bei der z.B. in einem Quiz das zuvor vermittelte Wissen noch einmal verarbeitet und überprüft wird. In Selbstlerneinheiten können beide Phasen auch direkt miteinander kombiniert werden:
 
Wissensvermittlung Beispiele:
Selbstlerneinheiten Beispiele: